Machbarkeitsstudie
Barralhaus, Simplon
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Machbarkeitsstudie Barralhaus, Simplon

Im Auftrag einer Machbarkeitsstudie, haben wir die Renovation des Barralhauses sowie einen Kasernennebau geprüft.

Aus architekturgeschichtlicher Sicht ist das Barralhaus sowohl ein typologisches wie auch ein morphologisches Unikat. Der Typus des geschlossenen klosterartigen Ferienheims für Geistliche ist einerseits selten und andererseits erfährt er hier eine aussergewöhnlich eindrückliche Ausprägung.

Aus baukünstlerischer Sicht besticht der ungewohnt linear proportionierte und horizontal akzentuierte Baukörper mit einer Länge von gegen 120 m und einer Normalbreite von knapp 7 m. Im leerstehenden Barralhaus musste eine Unterkunft mit einer Kapazität von 150 Plätzen für die Unterbringung einer Batterie erstellt werden.

Ein weiterer Projektbestandteil war die sensible Integration eines Kasernenneubaus in die Landschaftskammer. Entlang der Zufahrtsstrasse zum Barralhaus, in den Fuss des Hanges eingebettet und die bestehende Natursteinmauer angelehnt, wird ein zweites stabförmiges Bauvolumen zum Barralhaus hinzukomponiert. Im Neubau sind wiederum Theorie- und Verpflegungsräumlichkeiten, sowie Schlafräume angeordnet. Die lamellenartig rhythmisierte, feingefächerte Natursteinfassade korrespondiert mit dem Licht und Schattenspiel des Lärchenwaldes und ein verbindendes Element mit der Gebirgslandschaft und dem bauhistorischen Kontext entsteht – der städtebauliche Masterplan des Mailänders Architekten Antonio Castiglione wird 120 Jahre später vollendet.